Schweine putzen
Jaja, heute war es mal wieder soweit.
Schweine putzen war angesagt.
Aber heute nicht einfach nur putzen.
Nein, die Variante
"Das muss alle 6 Monate mal sein"
war dran ...
Oh jeee ...
Heisst, den Boden mal richtig auswischen
und mit Säure den Urinstein entfernen.
Auch die Gehege-Seiten mal richtig putzen.
Das Holz abstauben.
Das Gehege mal von der Wand abrücken ...
*oooops, jetzt weiss ich auch wo das ganze Heu immer bleibt*
Die Pflanzen raus, Umtöpfe und die Unterschalen schrubben.
Alle Steine raus und satt schrubben,
und zwar von beiden Seiten,
denn, die vierteljährliche Variante
"Ach den kann man erstmal umdrehen"
wollen wir ja auch im Mai wieder anwenden ...
Naja, schlussendlich ist man nach zwei Stunden
pitschnass geschwitzt und völlig fertig.
Wirklich fertig jedoch scheinen einem aber
eigentlich nur die Schweine.
Wie sie jetzt faul und feist in den frischen
Stroh- und Heubergen vor sich hin schnarchen.
Das Schlimmste jedoch:

Blitzt das Gehege jetzt wirklich aus jeder Ecke,
so sieht die Wohnung nun aus wie ein Schlachtfeld.
Dreckige Putzlappen und Tücher überall,
die Spüle steht nur so vor Dreck und Streu.
Flaschen, Putzmittelchen, Besen,
ein Sack voll dreckiger Streu,
das Heu, das Stroh, die Streu,
alles steht -nicht willens sich selbst an den
dafür angedachten Ort zurück zu begeben-
stur und unmotiviert in der Gegend rum.
Bei der Rennerei durch die Wohnung getretenes
Streu, Heu, Stroh, Staub und, natürlich,
... plattgetretene Köttelchen ...
finden sich überall,
so dass der folgende Generalhausputz
jetzt ebenfalls unabdingbar scheint.
Da tut sich einem doch das zwingende Bedürfnis auf,
sich einfach zu den Schweinen ins Gehege zu legen ...
Autorin: Gina Alt